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Die Story von der tragischen Kindheit Gimmaʼs wurde von den Medien bis zum Anschlag von A bis Z durchgekaut. Dass er missbraucht wurde und mit 13 Jahren wegen einer fehl diagnostizierten Schizophrenie mit „Risperdal“ behandelt wurde, dass er nur noch auf einem Ohr hört und inzwischen bei Neurologen ein und aus geht lassen wir jetzt besser ganz locker unter den Tisch fallen.

Denn seine Musik bleibt das Salz in den Wunden derer, die schon beim Bericht über seine Psychiatrie-Episode im 2006 laut "Promo!" geschrien - die sein soziales Engagement in Frage gestellt haben und ihn nebenbei beharrlich für Dinge kritisieren, welche seinen Zuständigkeitsbereich als freischaffender Künstler  bei weitem überschreiten.

Denn was sich trotz dieser absurden Anhäufung von Schicksalsschlägen herauskristallisiert, ist Gimmaʼs Weise, damit umzugehen um sein Trauma verarbeiten zu können. „Unmensch“ ist ein weiteres Zeugnis davon.

War "Iisziit" (Bucher & Schmid) eine inspirierte Geschichte, subtil erzählt und eine Metapher auf das selbst erlebte, dann ist dies hier das Resultat des ganzen Emotionsterrors, der Drogeneskapaden und der ewigen Rückschläge. "Iisziit" die Ursache, "Hippie" der Auslöser und somit "Unmensch" die Folge daraus - der Flächenbrand, der auch neuen Zündstoff für die Schweizer Medienlandschaft bietet.